Ich bin in Nicaragua!
Mann, ich bin ganz schoen schnell. Das liegt daran, dass ich irgendwie von Anfang an am liebsten in Nicaragua sein wollte. Ich weiss zwar nicht warum...aber so war es eben. Und so bin ich von einem Staedtchen zum anderen gereist, was extrem stressig aber interessant war.
Wo fange ich denn an?
Also von Suchitoto aus habe ich das letzte Mal geschrieben.
Dort habe ich mir letztlich das Konzert von den zwei Deutschen angesehen und habe ganz nebenbei noch den deutschen Botschafter und seine Frau kennengelernt. Man ist ja schliesslich was Besonderes als Deutsche in El Salvador!
Am naechsten Morgen bin ich schnell weiter....Ich muss ehrlich sagen die Busverbindungen in El Salvador sind nicht besonders toll und ich musste einen riesigen Umweg mit dem Bus machen, um von Suchitoto ins im Osten gelegene Perquin zu gelangen.
Perquin ist ein klitzekleines Dorf in den Bergen, das aber als Geruillahochburg zur Zeit der Revolution galt. Es gibt ein Museum und einen einheimischen Guide, der ehemaliger Geruillakaempfer ist. Wurde uebrigens in Bonn operiert, nachdem er verwundet wurde.
Naja, jedenfalls hat er mir sehr eindrucksvoll erzaehlt, wie das GAnze Disastre abgelaufen ist und ich bin gut informiert wieder in meine Absteige zurueckgekehrt. Da es ja nur ein winziges Dorf ist, habe ich nur ein guenstiges Hostal gefunden, das aber echt grenzwertig war.
Ich wurde auch gleich wieder an Januar 2009 erinnert, als ich in San Pedro in meiner Gastfamilie ankam und meine Augen aufgrund von dreckigem Brunnenwasser und extrem verstaubten Bettdecken anschwollen und ich nicht aufhoeren konnte mich an allen Stellen meines Koerpers zu kratzen!
Ich hatte eigentlich geplant noch ein indigenes Dorf in der Naehe anzusehen, in dem ein Massenmord an der Gemeinde stattfand....das habe ich allerdings ausfallen lassen und bin so schnell wie moeglich aus dem "Hostal" geflohen!
Habe versucht innerhalb eines Tages von El Salvador nach Nicaragua zu kommen, was keine gute Idee war und ich am Ende des Tages kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand.
Die Busse, die es angeblich geben sollte gab es natuerlich nicht und es gab auch keinen Geldautomaten, den ich dringend gebraucht haette. Das Gute hier in Zentralamerika ist, wenn man alleine als Frau und Touristin unterwegs ist hat man den Mitleidsbonus und fast alle haben mich umsonst mitfahren lassen. Gut, einmal musste ich nachtraeglich den Bus bezahlen. Aber sogar der Bus hat extra fuer mich an der Tanke angehalten, damit ich aussteigen und Geld holen konnte. Fanden die anderen Passagiere zwar nicht so lustig, aber das war mir egal! Ich brauchte GEld!!
So, jedenfalls musste ich ja von El SAlvador ueber Honduras, um nach Nicaragua zu kommen. Die Grenze von El Salvador nach Honduras ist belagert von respektlosen Machos, denen ich Einem nach dem Anderen eine haette scheuern koennen! Die hocken da, T-shirt bis zum Hals hochgezogen....ist ja schliesslich heiss, mit ihren dicken Baeuchen, wickeln irgendwelche illegalen Geschaefte ab und graben alles an, was ihnen ueber den Weg laeuft. Inklusive mir! Konnte mich aber beherrschen und nach 10 Heiratsantraegen und penedranten Anmachen fand ich schliesslich den einzigen Bus, der NICHT in die Richtung fuhr in die ich wollte. Aber das war mir in diesem Moment auch egal.
Spontane Reiseaenderung und ab nach León, eine kleine koloniale Stadt in der Naehe von der Pazifikkueste in Nicaragua. Nach scheinbar endloser Busfahrt in 50 verschiedenen Bussen kam ich dann schliesslich an und fand ein billiges Hostal mit lustigen Mitarbeitern. Gemeinschaftsraum mit ungefaehr 20 Betten, Badezimmer mit Wellblech im selben Raum abgegrenzt! Praktisch!
In León habe ich mir die verschiedenen Museen angesehen. Die groesste Kunstausstellung mit den Originalgemaelden der beruehmtesten Kuenstler aus Zentral- und Suedamerika ist in León und alleine das Gebaeude ist wunderschoen!
Nachdem ich bei unertraeglicher Hitze alle Kirchen abgeklappert hatte, dachte ich, dass ich mich ein wenig im Park entspannen kann. Aber irgendwie scheine ich immer die Bettler anzuziehen und so konnte ich mal wieder eine nette Unterhaltung mit einem Schuhputzer fuehren.
Etwas Typisches, was man hier in Nicaragua isst und was super lecker ist, nennt sich.....habs vergessen. Ist Eis...also gefrorenes Wasser, das von einem grossen Klotz abgeraspelt wird und danach wird ganz suesses Karamell und/oder Fruchtsirup von tropischen Fruechten druebergegossen. Gott, das ist so lecker! Hab ich heute zum Fruehstuck und Mittagessen gegessen! Sehr nahrhaft!
Heute morgen bin ich dann um 6 Uhr aufgestanden, um den Bus um 7:30 nicht zu verpassen, der schlussendlich um 10 Uhr losgefahren ist, weil wir warten mussten bis er voll war. Das war ein Spass. Also ging mein Plan NICHT in der Hitze unterwegs zu sein nicht auf und ich durfte 3 Stunden im Busbahnhof sitzen, bis es endlich losging. Musste einen Jungen noch in Tierliebe unterrichten, der seinen kleinen Hund im Bus im Rucksack transportierte und der Arme fast erstickte. Bin ja normalerweise nicht besonders tierlieb, aber wie die hier zum Teil mit den Tieren umgehen ist echt nicht mehr lustig! Naja, gleich mal wieder unbeliebt gemacht...auch egal!
Heute bin ich also in Matagalpa angekommen und es ist nicht heiss!!!!! Das ist das Beste an der Stadt! Aber eigentlich bin ich gekommen, um etwas ueber den Kaffeeanbau zu lernen. Hier im "Hochland" wird ganz viel Kaffee angebaut und man kann Fincas besuchen und lernen, wie Kaffe angebaut und produziert wird! Morgen mache ich also eine Tour und danach gehts weiter nach Granada, was glaube ich das Highlight der Reise wird!
Jetzt suche ich mir mal einen Hamburger....hab Hunger! Melde mich von Granada wieder!
Mann, ich bin ganz schoen schnell. Das liegt daran, dass ich irgendwie von Anfang an am liebsten in Nicaragua sein wollte. Ich weiss zwar nicht warum...aber so war es eben. Und so bin ich von einem Staedtchen zum anderen gereist, was extrem stressig aber interessant war.
Wo fange ich denn an?
Also von Suchitoto aus habe ich das letzte Mal geschrieben.
Dort habe ich mir letztlich das Konzert von den zwei Deutschen angesehen und habe ganz nebenbei noch den deutschen Botschafter und seine Frau kennengelernt. Man ist ja schliesslich was Besonderes als Deutsche in El Salvador!
Am naechsten Morgen bin ich schnell weiter....Ich muss ehrlich sagen die Busverbindungen in El Salvador sind nicht besonders toll und ich musste einen riesigen Umweg mit dem Bus machen, um von Suchitoto ins im Osten gelegene Perquin zu gelangen.
Perquin ist ein klitzekleines Dorf in den Bergen, das aber als Geruillahochburg zur Zeit der Revolution galt. Es gibt ein Museum und einen einheimischen Guide, der ehemaliger Geruillakaempfer ist. Wurde uebrigens in Bonn operiert, nachdem er verwundet wurde.
Naja, jedenfalls hat er mir sehr eindrucksvoll erzaehlt, wie das GAnze Disastre abgelaufen ist und ich bin gut informiert wieder in meine Absteige zurueckgekehrt. Da es ja nur ein winziges Dorf ist, habe ich nur ein guenstiges Hostal gefunden, das aber echt grenzwertig war.
Ich wurde auch gleich wieder an Januar 2009 erinnert, als ich in San Pedro in meiner Gastfamilie ankam und meine Augen aufgrund von dreckigem Brunnenwasser und extrem verstaubten Bettdecken anschwollen und ich nicht aufhoeren konnte mich an allen Stellen meines Koerpers zu kratzen!
Ich hatte eigentlich geplant noch ein indigenes Dorf in der Naehe anzusehen, in dem ein Massenmord an der Gemeinde stattfand....das habe ich allerdings ausfallen lassen und bin so schnell wie moeglich aus dem "Hostal" geflohen!
Habe versucht innerhalb eines Tages von El Salvador nach Nicaragua zu kommen, was keine gute Idee war und ich am Ende des Tages kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand.
Die Busse, die es angeblich geben sollte gab es natuerlich nicht und es gab auch keinen Geldautomaten, den ich dringend gebraucht haette. Das Gute hier in Zentralamerika ist, wenn man alleine als Frau und Touristin unterwegs ist hat man den Mitleidsbonus und fast alle haben mich umsonst mitfahren lassen. Gut, einmal musste ich nachtraeglich den Bus bezahlen. Aber sogar der Bus hat extra fuer mich an der Tanke angehalten, damit ich aussteigen und Geld holen konnte. Fanden die anderen Passagiere zwar nicht so lustig, aber das war mir egal! Ich brauchte GEld!!
So, jedenfalls musste ich ja von El SAlvador ueber Honduras, um nach Nicaragua zu kommen. Die Grenze von El Salvador nach Honduras ist belagert von respektlosen Machos, denen ich Einem nach dem Anderen eine haette scheuern koennen! Die hocken da, T-shirt bis zum Hals hochgezogen....ist ja schliesslich heiss, mit ihren dicken Baeuchen, wickeln irgendwelche illegalen Geschaefte ab und graben alles an, was ihnen ueber den Weg laeuft. Inklusive mir! Konnte mich aber beherrschen und nach 10 Heiratsantraegen und penedranten Anmachen fand ich schliesslich den einzigen Bus, der NICHT in die Richtung fuhr in die ich wollte. Aber das war mir in diesem Moment auch egal.
Spontane Reiseaenderung und ab nach León, eine kleine koloniale Stadt in der Naehe von der Pazifikkueste in Nicaragua. Nach scheinbar endloser Busfahrt in 50 verschiedenen Bussen kam ich dann schliesslich an und fand ein billiges Hostal mit lustigen Mitarbeitern. Gemeinschaftsraum mit ungefaehr 20 Betten, Badezimmer mit Wellblech im selben Raum abgegrenzt! Praktisch!
In León habe ich mir die verschiedenen Museen angesehen. Die groesste Kunstausstellung mit den Originalgemaelden der beruehmtesten Kuenstler aus Zentral- und Suedamerika ist in León und alleine das Gebaeude ist wunderschoen!
Nachdem ich bei unertraeglicher Hitze alle Kirchen abgeklappert hatte, dachte ich, dass ich mich ein wenig im Park entspannen kann. Aber irgendwie scheine ich immer die Bettler anzuziehen und so konnte ich mal wieder eine nette Unterhaltung mit einem Schuhputzer fuehren.
Etwas Typisches, was man hier in Nicaragua isst und was super lecker ist, nennt sich.....habs vergessen. Ist Eis...also gefrorenes Wasser, das von einem grossen Klotz abgeraspelt wird und danach wird ganz suesses Karamell und/oder Fruchtsirup von tropischen Fruechten druebergegossen. Gott, das ist so lecker! Hab ich heute zum Fruehstuck und Mittagessen gegessen! Sehr nahrhaft!
Heute morgen bin ich dann um 6 Uhr aufgestanden, um den Bus um 7:30 nicht zu verpassen, der schlussendlich um 10 Uhr losgefahren ist, weil wir warten mussten bis er voll war. Das war ein Spass. Also ging mein Plan NICHT in der Hitze unterwegs zu sein nicht auf und ich durfte 3 Stunden im Busbahnhof sitzen, bis es endlich losging. Musste einen Jungen noch in Tierliebe unterrichten, der seinen kleinen Hund im Bus im Rucksack transportierte und der Arme fast erstickte. Bin ja normalerweise nicht besonders tierlieb, aber wie die hier zum Teil mit den Tieren umgehen ist echt nicht mehr lustig! Naja, gleich mal wieder unbeliebt gemacht...auch egal!
Heute bin ich also in Matagalpa angekommen und es ist nicht heiss!!!!! Das ist das Beste an der Stadt! Aber eigentlich bin ich gekommen, um etwas ueber den Kaffeeanbau zu lernen. Hier im "Hochland" wird ganz viel Kaffee angebaut und man kann Fincas besuchen und lernen, wie Kaffe angebaut und produziert wird! Morgen mache ich also eine Tour und danach gehts weiter nach Granada, was glaube ich das Highlight der Reise wird!
Jetzt suche ich mir mal einen Hamburger....hab Hunger! Melde mich von Granada wieder!
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